{"id":45,"date":"2014-08-11T19:50:59","date_gmt":"2014-08-11T17:50:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.drdenck.de\/mammo\/?page_id=45"},"modified":"2015-05-26T12:00:58","modified_gmt":"2015-05-26T10:00:58","slug":"screening","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.drdenck.de\/mammo\/mammographie\/screening\/","title":{"rendered":"Screening"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fragen und Antworten zum Screening<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li><strong>Was bedeutet Mammographie-Screening?<\/strong><br \/>\nDas Mammographie-Screening ist ein Programm zur qualit\u00e4tsgesicherten Fr\u00fcherkennung von Brustkrebs bei Frauen ohne Symptome. Die Mammographie ist eine R\u00f6ntgenuntersuchung der weiblichen Brust. Sie eignet sich zur Brustkrebsfr\u00fcherkennung, weil sie schon sehr kleine, nicht tastbare Tumoren in einem fr\u00fchen Stadium sichtbar machen kann.<\/li>\n<li><strong>Warum ist das Mammographie-Screening-Programm in Deutschland eingef\u00fchrt worden?<\/strong><br \/>\nBrustkrebs ist die h\u00e4ufigste Krebserkrankung bei Frauen. Nach den Zahlen des Robert-Koch-Instituts sind in Deutschland im Jahr 2004 \u00fcber 57.000 Frauen neu an Brustkrebs erkrankt, die meisten nach dem 50. Lebensjahr.<br \/>\nUm die Fr\u00fcherkennung von Brustkrebs zu verbessern, hat der Deutsche Bundestag und Bundesrat im Juni 2002 einstimmig beschlossen, in Deutschland ein qualit\u00e4tsgesichertes Mammographie-Screening-Programm einzuf\u00fchren, wie es in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern bereits existiert.<br \/>\nDas Mammographie-Screening ist zurzeit die einzige bev\u00f6lkerungsbezogene Fr\u00fcherkennungsuntersuchung, die den Nachweis erbracht hat, dass sie die Sterblichkeit an Brustkrebs bei Frauen reduzieren kann, wenn sie konsequent und qualit\u00e4tsgesichert angeboten wird. Insbesondere die Entdeckung der nicht tastbaren, fr\u00fchen Formen von Brustkrebs ist durch die Mammographie, also das R\u00f6ntgen der weiblichen Brust, m\u00f6glich.<\/li>\n<li><strong>Was ist Ziel des Mammographie-Screening-Programmes?<br \/>\n<\/strong>&#8211; Brustkrebs-Tumoren in einem sehr fr\u00fchzeitigen Stadium zu entdecken, in dem sie noch klein sind, m\u00f6glichst unter 10 mm Durchmesser. Je kleiner der Tumor, desto besser die \u00a0Heilungschancen.<br \/>\n&#8211; An Brustkrebs erkrankten Frauen durch eine fr\u00fchzeitige Diagnose eine schonende Behandlung und damit mehr Lebensqualit\u00e4t zu bieten.<br \/>\n&#8211; Die \u00dcberlebenschancen im Falle einer b\u00f6sartigen Erkrankung zu verbessern.<br \/>\n&#8211; \u00dcberfl\u00fcssige Eingriffe zur vermeiden, wenn sich Tumoren als gutartig herausstellen.<br \/>\n&#8211; Die Qualit\u00e4t der Brustkrebs-Fr\u00fcherkennung weiter zu steigern.<br \/>\n&#8211; Die Sterblichkeitsrate an Brustkrebs langfristig zu reduzieren.<\/li>\n<li><strong>Welche Frauen k\u00f6nnen an dem Screening-Programm teilnehmen?<br \/>\n<\/strong>Das Mammographie-Screening wird als eine der gesetzlichen Fr\u00fcherkennungs-Untersuchungen allen Frauen zwischen 50 und 69 Jahren im Abstand von zwei Jahren angeboten. Die Daten f\u00fcr die Einladung werden aus den amtlichen Melderegistern (Namen und Anschrift, Geburtsdaten) verwendet. Die datenschutzrechtlichen Anforderungen werden dabei eingehalten. Das Screening-Programm steht sowohl Frauen, die gesetzlich krankenversichert sind, wie auch privat versicherten Frauen zur Verf\u00fcgung. Eine Praxisgeb\u00fchr f\u00e4llt nicht an.<\/li>\n<li><strong>Wie erhalten die Frauen einen Termin zum Mammographie-Screening?<br \/>\n<\/strong>Jede Frau im Alter zwischen 50 und 69 Jahren erh\u00e4lt alle zwei Jahre von der sogenannten Zentralen Stelle eine Einladung zum Mammographie-Screening. Die Zentralen Stellen sind eine gemeinsame Einrichtung der Landesverb\u00e4nde der Krankenkassen und der Kassen\u00e4rztlichen Vereinigungen. In der Einladung wird den Frauen ein Termin f\u00fcr das Mammographie-Screening vorgeschlagen und das Screening-Zentrum genannt, wo die Untersuchung durchgef\u00fchrt wird. Die Teilnahme ist grunds\u00e4tzlich freiwillig. Alle Daten unterliegen dem Datenschutz.<\/li>\n<li><strong>Wo wird das Mammographie-Screening durchgef\u00fchrt?<br \/>\n<\/strong>Das Mammographie-Screening wird in Screening-Einheiten durchgef\u00fchrt, das sind speziell eingerichtete Screening-Zentren. Vor ihrem Start und auch danach werden die Screening-Einheiten gepr\u00fcft und zertifiziert. T\u00e4glich findet eine Pr\u00fcfung der Mammographie-Ger\u00e4te statt. Die \u00c4rzte und ihre Mitarbeiter in den Zentren m\u00fcssen besondere fachliche Qualifikationen erf\u00fcllen und spezielle Fortbildungen nachweisen. \u00c4rzte m\u00fcssen pro Jahr Mammographien von mindestens 5000 Frauen pro Jahr beurteilen und jedes Jahr an einer Fallsammlungspr\u00fcfung teilnehmen und sie bestehen.<\/li>\n<li><strong>Wie erfahren Frauen vom Ergebnis der Untersuchung?<br \/>\n<\/strong>Das Ergebnis ihrer Mammographie-Untersuchung erhalten Frauen schriftlich per Post nach etwa sieben Werktagen. Der Grund liegt in der besonderen Qualit\u00e4tssicherung, die Zeit braucht. Nach der Untersuchung werten zwei Fach\u00e4rzte unabh\u00e4ngig von einander die Mammographie-Bilder aus. Kommen sie zu unterschiedlichen Ergebnissen, werden die Bilder in einer Konferenz mit einem dritten Facharzt nochmals angeschaut und abschlie\u00dfend bewertet.<\/li>\n<li><strong>Warum findet vor oder direkt nach der Mammographie-Untersuchung kein Gespr\u00e4ch mit einem Arzt oder einer \u00c4rztin statt?<br \/>\n<\/strong>Das Mammographie-Screening ist eine erg\u00e4nzende Untersuchung zur j\u00e4hrlich angebotenen Fr\u00fcherkennungsuntersuchung, die beim Frauenarzt oder bei der Frauen\u00e4rztin stattfindet. Hier besteht die M\u00f6glichkeit f\u00fcr die Frauen, im vertrauten Rahmen mit ihrem Arzt zu sprechen.<br \/>\nVor dem Screening erhalten die Frauen ausf\u00fchrliche schriftliche Informationen \u00fcber die Untersuchung. Auch das Personal im Screening-Zentrum ist speziell qualifiziert und steht f\u00fcr Fragen der Frauen zur Verf\u00fcgung. Nach der Untersuchung werten zwei Fach\u00e4rzte unabh\u00e4ngig von einander die Mammographiebilder aus. Das dient der besonderen Qualit\u00e4tssicherung und braucht Zeit. Aus diesem Grund kann direkt nach der Untersuchung keine Auskunft \u00fcber das Ergebnis geggeben werden. Sollte die Frau vor oder w\u00e4hrend der Screening-Untersuchung ausdr\u00fccklich das Gespr\u00e4ch mit dem Arzt w\u00fcnschen, ist dieser erreichbar.<\/li>\n<li><strong>Warum wird statt Mammographie nicht die Ultraschall-Untersuchung der Brust als Fr\u00fcherkennungs-Untersuchung durchgef\u00fchrt? Sie hat keine Strahlenbelastung.<br \/>\n<\/strong>Die Ultraschall-Untersuchung ist derzeit f\u00fcr die systematische Fr\u00fcherkennung von Brustkrebs nicht geeignet, weil sie nicht gen\u00fcgend aussagekr\u00e4ftig ist. Zum einem k\u00f6nnen auch durch den Ultraschall nicht alle Tumoren erkannt werden. Zum anderen h\u00e4ngt die Tumor-Entdeckungsrate auch von den Untersuchungsbedingungen ab und kann dementsprechend variieren. Die gr\u00f6\u00dfere Unsicherheit der Befunde f\u00fchrt zudem dazu, dass es zu mehr falschen Verdachtsbefunden kommt und mehr Frauen zu einer Abkl\u00e4rungsuntersuchung kommen m\u00fcssen als bei der Mammographie. Deshalb setzt international kein Land die Ultraschall-Untersuchung als Fr\u00fcherkennungsmethode ein.<br \/>\nUltraschall ist sinnvoll als erg\u00e4nzende Methode bei der Abkl\u00e4rungsnutersuchung zum Beispiel bei einem unklaren Mammographiebefund. In solchen F\u00e4llen wird zur weiteren Abkl\u00e4rung nach dem Screening auch ein Ultraschall durchgef\u00fchrt.<\/li>\n<li><strong>Warum wird das Mammographie-Screening erst ab 50 Jahren angeboten und nicht schon fr\u00fcher?<br \/>\n<\/strong>Studien haben gezeigt, dass bei jungen Frauen wegen des dichteren Dr\u00fcsengewebes der Brust die Mammographie-Untersuchung nicht so aussagekr\u00e4ftig ist wie bei \u00e4lteren Frauen. In diesem Fall kann es h\u00e4ufiger zu einem falschen Verdacht auf Brustkrebs kommen. Die Folge davon w\u00e4re, dass mehr Frauen aufgrund des falschen Verdachtes auf Brustkrebs zur Abkl\u00e4rungsuntersuchung eingeladen w\u00fcrden. Da bei unter 50j\u00e4hrigen Frauen Brustkrebs seltener auftritt als bei \u00e4lteren Frauen erh\u00f6ht sich ebenfalls die Wahrscheinlichkeit, dass ein zun\u00e4chst auff\u00e4lliger Untersuchungsbefund in den Mammographie sich in der Abkl\u00e4rungsuntersuchung letztlich nicht best\u00e4tigt. Es gibt daher derzeit keine einheitliche Empfehlung von internationalen Experten f\u00fcr ein Mammographie-Screening f\u00fcr Frauen unter 50 Jahren.<br \/>\nPatientinnen mit einem deutlich erh\u00f6hten Risiko f\u00fcr das Auftreten von Brustkrebs oder Frauen mit einem Verdacht auf Brustkrebs haben auch vor dem 50. Geburtstag Anspruch auf eine Mammographie. Die Kosten werden von den Krankenkassen \u00fcbernommen.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fragen und Antworten zum Screening Was bedeutet Mammographie-Screening? Das Mammographie-Screening ist ein Programm zur qualit\u00e4tsgesicherten Fr\u00fcherkennung von Brustkrebs bei Frauen ohne Symptome. Die Mammographie ist eine R\u00f6ntgenuntersuchung der weiblichen Brust. Sie eignet sich zur Brustkrebsfr\u00fcherkennung, weil sie schon sehr kleine, nicht tastbare Tumoren in einem fr\u00fchen Stadium sichtbar machen kann. 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